WIE IN DIGITALEN ZEITEN ÜBER LIEBE UND SEX GESCHRIEBEN WIRD

Wie man Bedarf

Ashley Madison und die Auspeitschung der Datenwilligen Ashley Madison und die Auspeitschung der Datenwilligen August von Don Alphonso 77 Lesermeinungen 9,7 GB Daten der Seitensprungseite Ashley Madison sollen es sein, die gestern im sog. Schon seit Juli ist bekannt, dass sie offensichtlich weitgehenden Zugriff auf die Server der kanadischen Firma Avid Life Media hatten, die neben Ashley Madison auch Cougar Life und Established Men betreibt — dort können erheblich ältere Frauen und Männer nach jungen, mehr an Zuwendung denn Zuneigung interessierten Menschen suchen. Einen sonderlich guten Ruf hatten die Seiten trotz des unbestrittenen kommerziellen Erfolges noch nie: So sollen Frauenprofile für die meist männlichen, für den Kontakt zahlenden Nutzer erfunden worden sein, und zusätzlich verlangte man Gebühren, wenn die Daten der Nutzer nach Ende der Mitgliedschaft wirklich gelöscht werden sollen. Angeblich soll diese Geschäftspraxis und die vermutete Speicherung der Daten trotz Bezahlung der Anlass für die Hacker gewesen sein, den Angriff durchzuführen und danach die Schliessung der Seiten zu fordern — oder sie würden die Daten veröffentlichen. Avid Life Media gab den Zugriff zu, leitete Ermittlungen eindie bislang ohne Ergebnis blieben, und bot Nutzern nun wenigstens an, ihre Profile kostenlos zu löschen.

Die Hacker

Hier einloggen Kein Bereich unseres Lebens bleibt von der Digitalisierung verschont. Das haben inzwischen die meisten Menschen verstanden. Aber kann auch Liebe, Partnerschaft und Flirten digital disrupted werden? Es gibt unzählige Datingportale und offenbar ein unerschöpfliches Reservoir an Menschen, die auf der Suche nach einer Partnerin oder einem Partner digitalen Kanälen vertrauen. Es ist ja auch viel einfacher ein Profil auf einer Datingseite anzulegen, als einen Abend am Tresen einer Bar oder all the rage einem Club zu verbringen, nach geeigneten Partnern Ausschau zu halten — und dann noch den Mut aufzubringen, sie persönlich anzusprechen.

Eine Form der Schönheit

Der Hack von Ashley Madison ist ein besonderer Fall. Wie viele verschiedene Parteien daran beteiligt und davon betroffen sind, und wie einige sogar davon profitieren. Die Hacker An erster Stelle stehen die Hacker. Die Mitglieder des Bang Team sehen sich bis heute als Hüter einer fragwürdigen Moral. Das selbsterklärte Ziel der Gruppe war es von Anfang an, die Plattform zu zerschlagen; möglicherweise planten sie schon immer, Allgemeinheit Datensätze zu veröffentlichen. In einem E-Mail-Interview mit Motherboard kündigt die Gruppe angeschaltet, künftig auch andere, ähnliche Portale angreifen zu wollen. Sie schreiben von Menschenhandel auf den Seiten, von Betrug und davon, dass Ashley Madison seine Nutzer — wie auch immer — erpresst habe.

Wie man Mädchen Leichten

Kundenrezensionen

Krebs hatte im Juli als erster überzählig den Angriff berichtet. Er selbst kam allerdings nach einer ersten Analyse der Datensätze zu dem Schluss, dass sie echt seien. Der Dienst sei verwerflich. Nach Bekanntwerden des Datenklaus hatte Allgemeinheit Firma Nutzern die Gratis-Löschung von Profilen angeboten. Betreiber des Portals ist der kanadische Internet-Konzern Avid Life Media. Der IT-Sicherheitsexperte Graham Cluley betonte angesichts der neuen Veröffentlichung, dass selbst aus echten Daten nur bedingt Rückschlüsse über Personen gezogen werden könnten. Ashley Madison habe keine Bestätigungs-Antwort angefordert, wenn Nutzer ihre E-Mail-Adressen angegeben hatten. In der Datenbank könnten also auch E-Mails von Leuten auftauchen, die nie etwas mit der Firma zu tun gehabt hätten.

Sekundäre Navigation

Das schafft Probleme, statt sie zu losmachen. Von Reto U. Schneider Als der Kanadier Darren Morgenstern die Website Ashley Madison gründete, startete er versehentlich ein Experiment, das dreizehn Jahre später einen tragikomischen Ausgang nehmen sollte. Im Sommer veröffentlichten Datendiebe die Namen der 37 Millionen Kunden im Internet. Die Medien berichteten über Rücktritte, Scheidungen, Selbstmorde. Doch die Kundendatei beantwortete auch eine interessante Frage: Wenn eine Website die Möglichkeit bietet, sich zu unverbindlichem Sex ausserhalb einer Partnerschaft zu treffen, wie Millionen Frauen und wie viele Männer nutzen einen solchen Dienst? Vor dem Datenleck behaupteten die Betreiber, dreissig Prozent ihrer Kunden seien Frauen. Unter den gestohlenen Profilen fanden sich nur fünfzehn Prozent.

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